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Industrieböden versagen unter Bedingungen, denen herkömmliche Reparaturmaterialien nicht standhalten. Ein Lebensmittelverarbeitungsbetrieb im Dreischichtbetrieb kann seine Produktionslinie nicht 48 Stunden lang stilllegen, während Portlandzement aushärtet. Ein Kühlhaus kann die für die Festigkeitsentwicklung herkömmlicher Reparaturmörtel erforderlichen Temperaturen über Null nicht aufrechterhalten. Ein Pharmawerk toleriert in hygienischen kritischen Bereichen nicht die Oberflächenstaubbildung und die Schwindrisse, die bei schnellhärtenden Portlandzementsystemen auftreten.
Jede Stunde, die eine Start- und Landebahn gesperrt ist, kostet einen Flughafen Geld, das er nicht wieder hereinholen kann. Umgeleitete Flüge, verspätete Abflüge, Überstunden des Bodenpersonals und Entschädigungsansprüche der Fluggesellschaften summieren sich schnell, sobald eine Sperrung über das Mindestwartungsfenster hinausgeht. Für die Ingenieure der Flughafenpisten ist die Entscheidung für das Reparaturmaterial nicht rein technischer Natur – es handelt sich um eine betriebliche und finanzielle Abwägung, bei der die Zeit bis zur Wiedereröffnung direkte Kosten verursacht, die gegen die Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit des Materials abgewogen werden müssen.